Jazz Gitti – Wiener Schmäh, große Stimme und eine Karriere jenseits fester Schubladen
Jazz Gitti gehört zu den unverwechselbaren Persönlichkeiten der österreichischen Unterhaltungskultur. Mit „Kränk di net“ und dem Album „A Wunda“ wurde sie Anfang der 1990er-Jahre einem breiten Publikum bekannt. Ihre musikalischen Wurzeln reichen jedoch weiter zurück: in Wiener Jazzlokale, zu Blues und Standards und auf die provokante Bühne von Drahdiwaberl.
Hinter dem Künstlernamen steht Martha Margit Butbul, geborene Bohdal. Sie arbeitete als Kellnerin, betrieb eigene Lokale und entwickelte sich zur Sängerin, Entertainerin und Fernsehdarstellerin. Ihre öffentliche Identität verbindet direkte Sprache, Humor, Lebenslust und eine demonstrative Bereitschaft zum Weitermachen.
2026 feierte sie ihren 80. Geburtstag. Im August desselben Jahres wurde ihr die Ehrenplakette des Landes Niederösterreich überreicht. Neuere Streamingveröffentlichungen machen zugleich ältere Aufnahmen und ausdrücklich als neu eingespielt bezeichnete Fassungen zugänglich.
Recherche- und Informationsstand: 4. November 2026. Künstlerbiografie, Bandphasen, ursprüngliche Alben, Neuaufnahmen, Fernsehprojekte und aktuelle Veranstaltungsangebote werden getrennt dargestellt.
1. Einleitung und Überblick
Jazz Gitti ist eine Solokünstlerin, deren Laufbahn eng mit unterschiedlichen Bands und musikalischen Milieus verbunden ist. Ihr Künstlername entstand in der eigenen Gastronomie und nicht erst mit dem erfolgreichen Plattendebüt.
Steckbrief
- Künstlername: Jazz Gitti
- Bürgerlicher Name: Martha Margit Butbul
- Geburtsname: Martha Margit Bohdal
- Geboren: 13. Mai 1946 in Wien
- Tätigkeit: Sängerin, Entertainerin, Darstellerin und Autorin
- Frühere Tätigkeit: Kellnerin und Betreiberin eigener Lokale
- Musikalische Wurzeln: Jazzstandards, Blues und Unterhaltungsmusik
- Wichtige Bandphase: Drahdiwaberl, etwa 1980–1983
- Eigene Formation: Jazz Gitti & her Discokillers, ab 1984
- Durchbruch: „A Wunda“, 1990
- Bekanntester Hit: „Kränk di net“
- World Music Award: frühe 1990er-Jahre; die Quellen unterscheiden sich beim Verleihungsjahr
- Aktuelle Ehrung: Ehrenplakette des Landes Niederösterreich, August 2026
Grundlagen: Offizielle Jazz-Gitti-Website · Wien Geschichte Wiki · Österreichisches Musiklexikon.
2. Biografie, Herkunft und Karrieregeschichte
Die frühen Gesangserfahrungen
Jazz Gitti wurde 1946 in Wien geboren. Bereits als Jugendliche trat sie bei einem Gesangswettbewerb hervor. Mit sechzehn Jahren gewann sie den Jugendmusikwettbewerb „Lulila“.
Diese frühe Anerkennung führte zunächst nicht unmittelbar zu einer durchgehenden Plattenkarriere. Ihre Biografie entwickelte sich über verschiedene berufliche und private Lebensstationen.
1962 bis 1971: Leben in Israel
Mit sechzehn Jahren ging sie nach Israel und lebte dort mehrere Jahre. Sie heiratete und bekam ihre Tochter Shlomit.
1971 kehrte sie mit ihrer Tochter nach Wien zurück. Es folgten die Scheidung und ein beruflicher Neuanfang in Österreich.
Gastronomie als musikalischer Erfahrungsraum
Zunächst arbeitete sie unter anderem im Lokal „Jazz bei Freddy“. 1973 übernahm sie das Café Zuckerl an der Heiligenstädter Straße.
Danach eröffnete sie in der Probusgasse im 19. Bezirk den „1. Wiener Jazz-Heurigen“. Dort griff sie selbst zum Mikrofon und sang mit auftretenden Musikern.
Datierungshinweis: Die offizielle Website nennt 1974 für die Eröffnung des Jazz-Heurigen. Das Wien Geschichte Wiki nennt 1975. Der Ablauf – Café Zuckerl, anschließender Jazz-Heuriger und Entstehung des Künstlernamens – ist in den Quellen übereinstimmend.
Wie aus Martha „Jazz Gitti“ wurde
Der Spitzname entstand im Umfeld ihrer Lokale und Gesangsauftritte. Er wurde später zum dauerhaften Künstlernamen.
„Gitti’s Jazz Club“ am Wiener Bauernmarkt gehörte zu den weiteren gastronomischen Projekten. Die Verbindung von Lokal, Musik und unmittelbarer Begegnung mit dem Publikum prägte ihre Entwicklung.
1980 bis etwa 1983: Drahdiwaberl
Mit der provokanten Wiener Rock- und Performancegruppe trat Jazz Gitti regelmäßig auf. Diese Phase gehört zu den wichtigen Voraussetzungen ihres späteren Bühnenprofils.
Der Wechsel zwischen der Jazzlokalwelt und Drahdiwaberl zeigt, wie wenig sich ihre musikalische Herkunft auf den späteren Schlagererfolg reduzieren lässt.
1984: „Hey du“ und die Discokillers
Mit „Hey du“ erreichte sie die österreichische Endausscheidung für den Eurovision Song Contest. Das war eine nationale Vorentscheidung, keine Teilnahme am internationalen Finale.
Ab 1984 konzentrierte sie sich auf die Musik und gründete ihre eigene Formation: Jazz Gitti & her Discokillers.
1990: „A Wunda“
Das erste Album und „Kränk di net“ wurden zum entscheidenden Durchbruch. Die Verbindung aus Wiener Direktheit, Humor und eingängiger Unterhaltungsmusik erreichte ein großes Publikum.
Die frühen 1990er-Jahre
„Hoppala“, „Alles pico Bello“ und später „Der nackte Hammer“ setzten die erfolgreiche Veröffentlichungsphase fort. Der World Music Award würdigte ihren damaligen kommerziellen Erfolg.
Fernsehen und neue Albumfolgen
Mit „Tohuwabohu“ wurde sie auch als Fernsehdarstellerin bekannt. Gleichzeitig erschienen weitere Alben, darunter „Nimm’s leicht“, „Appetit auf di“, „Es geht immer bergauf“ und „Die Liebe meines Lebens“.
2014: Bühnenjubiläum und Erinnerungsbuch
2014 feierte Jazz Gitti ihr dreißigjähriges Bühnenjubiläum im Zusammenhang mit der eigenen professionellen Bandkarriere ab 1984.
„Sensation“ erschien als neue CD. Im selben Jahr veröffentlichte sie „Ich hab gelebt“.
2016: „Dancing Stars“ und „Gib net auf!“
Die Teilnahme an „Dancing Stars“ eröffnete einen weiteren Fernsehzusammenhang. „Gib net auf!“ setzte die musikalische Arbeit fort.
2025/2026: Katalogarbeit und 80. Geburtstag
Im Streamingkatalog sind neu eingespielte Fassungen früherer Alben sowie die Single „Rapid, wos war i ohne di“ von September 2025 dokumentiert.
2026 wurde Jazz Gitti achtzig. Am 10. August überreichte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ihr nach den aktuellen Presseberichten die Ehrenplakette des Landes Niederösterreich.
Vertiefung: Offizielle Künstlerbiografie · Historische Einordnung · Bericht zur Ehrung 2026.
3. Musikstil und Einflüsse
Jazz und Blues als Ausgangspunkt
Der Künstlername verweist auf einen realen Teil ihrer musikalischen Geschichte. Das Musiklexikon nennt Jazzstandards und Blues als Bestandteile ihres Repertoires.
Drahdiwaberl und performative Offenheit
Die Auftritte mit Drahdiwaberl stellten Stimme und Persönlichkeit in einen provokanten, körperlich geprägten Bühnenzusammenhang.
Humoristische Unterhaltungsmusik
Die großen Erfolge der 1990er-Jahre werden im Musiklexikon als volkstümlich-humoristische Schlager beschrieben. Der Begriff bezeichnet diese spätere Erfolgsphase, nicht die gesamte musikalische Herkunft.
Eine Stimme mit Wiedererkennungswert
Jazz Gittis Wirkung entsteht wesentlich aus ihrer individuellen Stimme, deutlicher Sprache und dem direkten Vortrag. Die Persönlichkeit bleibt auch bei wechselnden musikalischen Formen erkennbar.
Unterhaltung als aktive Publikumsbeziehung
Humor, Gesprächston und unmittelbare Ansprache verbinden die einzelnen Songs zu einem Konzertabend. Die Darbietung reicht damit über die bloße Wiedergabe einer Studioaufnahme hinaus.
4. Texte, Themen und Bühnenpersönlichkeit
Ermutigung statt Resignation
„Kränk di net“, „Es geht immer bergauf“ und „Gib net auf!“ formulieren bereits in ihren Titeln eine Haltung des Weitermachens.
Diese Zuversicht ist Teil der musikalischen und öffentlichen Künstlerpersönlichkeit. Sie ist keine medizinische oder psychologische Handlungsanweisung für jede Lebenslage.
Liebe, Begehren und Selbstbewusstsein
Titel wie „Appetit auf di“, „Männertraum“ und „Die Liebe meines Lebens“ zeigen eine direkte Beschäftigung mit Beziehungen und körperlicher Anziehung.
Wiener Schmäh
Übertreibung, Selbstironie und pointierte Alltagssprache gehören zum wiedererkennbaren Ton. Der Humor kann auch gegen starre Erwartungen an Alter, weibliches Auftreten oder öffentliche Angepasstheit gerichtet sein.
Autorschaft prüfen
Jazz Gitti ist die Interpretin der unter ihrem Namen veröffentlichten Songs. Daraus folgt nicht, dass sie jeden Titel allein getextet oder komponiert hat.
Für Text, Komposition, Arrangement und Produktion sind die Credits der jeweiligen Ausgabe maßgeblich.
Offizielle Werkübersicht · Veröffentlichungen und einzelne Songs.
5. Diskografie und Werke im Überblick
Albumchronologie
| Jahr | Veröffentlichung | Einordnung |
|---|---|---|
| 1990 | A Wunda | Debütalbum und Durchbruch mit „Kränk di net“. |
| 1991 | Hoppala | Fortsetzung der frühen Erfolgsphase. |
| 1993 | Alles pico Bello | Album der etablierten Unterhaltungskarriere. |
| 1995 | Der nackte Hammer | Studioveröffentlichung der Mitte der 1990er-Jahre. |
| 1996 | Nimm’s leicht | Weitere Albumarbeit. |
| 1998 | Appetit auf di | Album mit dem gleichnamigen Titelsong. |
| 2000 | Flieg’ mit mir | In ergänzenden Diskografien geführte Veröffentlichung. |
| 2003 | Es geht immer bergauf | Album aus der späteren Karrierephase. |
| 2004 | Die Liebe meines Lebens | Weitere Studioveröffentlichung. |
| 2006 | Meine wahren Memoiren | Musikalische Veröffentlichung; nicht mit den gedruckten Erinnerungsbüchern zu verwechseln. |
| 2007 | Ob heit moch i nur wos i wü | In Katalogen mit verschiedenen Dialektschreibweisen geführt. |
| 2008 | I hob no koa Zeit ghobt | Ebenfalls mit unterschiedlichen Schreibweisen katalogisiert. |
| 2009 | Pures Leben | Albumveröffentlichung. |
| 2011 | Männertraum | Spätere Studioarbeit. |
| 2014 | Sensation | Album zum dreißigjährigen Bühnenjubiläum. |
| 2016 | Gib net auf! | Weiterführung der eigenen Albumkarriere. |
Neu eingespielte Fassungen
Der aktuelle Streamingkatalog führt „A Wunda“, „Hoppala“, „Der nackte Hammer“ und „Nimm’s leicht“ auch mit dem Zusatz „Re-Recorded 2025“.
Dieser Zusatz kennzeichnet eine neu eingespielte Fassung. Er darf nicht einfach als ursprüngliches Erscheinungsjahr des Albums übernommen werden.
Einige Plattformen zeigen für dieselben neu eingespielten Ausgaben das Veröffentlichungsjahr 2026. Aufnahmebezeichnung und tatsächlicher Digitalveröffentlichungstermin sind deshalb getrennt zu prüfen.
Neuere Single
- 16. September 2025: „Rapid, wos war i ohne di“.
Frühe Singles und bekannte Titel
- „Hey du“.
- „Ich will keine Schokolade“.
- „Kränk di net“.
- „Appetit auf di“.
- „Ich bin ein Männertraum“.
- „Gib net auf!“.
Ein sinnvoller Einstieg
- „A Wunda“ – der Durchbruch im Albumzusammenhang.
- „Hoppala“ – die frühe Fortsetzung.
- „Der nackte Hammer“ – die etablierte Unterhaltungskünstlerin.
- „Die Liebe meines Lebens“ – eine spätere Albumphase.
- „Sensation“ – der Jubiläumsrückblick mit neuer Musik.
- „Gib net auf!“ – die spätere eigene Veröffentlichung.
- Originale und Re-Recorded-Ausgaben vergleichen – die Veränderung von Stimme und Produktion hören.
Diese Übersicht ist keine vollständige Sessionografie aller Singles, Sampler, TV-Mitschnitte und Neuauflagen. Die offizielle Website enthält eine Auswahl der Albumveröffentlichungen; ergänzende Kataloge führen teilweise weitere Titel.
Werkrecherche: Offizielle Diskografieauswahl · Aktuelle Streamingausgaben · Konkrete Tonträger und Credits recherchieren · Ergänzende Albumchronologie.
6. Drahdiwaberl, Discokillers und Besetzungen
Drahdiwaberl
Die Auftritte zwischen etwa 1980 und 1983 sind in den Fachbiografien dokumentiert. Diese Zeit verbindet Jazz Gitti mit einer wichtigen Wiener Rock- und Performancegeschichte.
Jazz Gitti & her Discokillers
Die eigene Band entstand ab 1984. Sie ermöglichte ein eigenständiges Programm und Auftritte in Österreich und Deutschland.
Keine vollständige verifizierte Mitgliederliste
Die hier ausgewerteten Überblicksquellen enthalten keine durchgehend belegte vollständige Besetzung aller Discokillers-Jahre. Deshalb werden keine unbestätigten Namen oder Instrumente ergänzt.
Spätere Konzertbands
Eine Veranstaltung mit „Jazz Gitti & Band“ muss nicht dieselbe Besetzung wie die ursprünglichen Discokillers besitzen. Für einen konkreten Auftritt sind die aktuellen Produktions- oder Veranstaltercredits maßgeblich.
Dokumentierte Bandphasen · Mitwirkende konkreter Tonträger recherchieren.
7. Live-Auftritte und Konzertentwicklung
Das Lokal als erste Bühne
Die eigene Gastronomie brachte Jazz Gitti in regelmäßigen Kontakt mit Musikern und Publikum. Ihr Gesang entstand nicht nur als abgeschlossene Studioproduktion, sondern in direkter Begegnung.
Bandarbeit und Tourneen
Mit den Discokillers entwickelte sie diese Erfahrung zu einem eigenen Konzertformat. Der Erfolg von „A Wunda“ erweiterte die öffentliche Reichweite erheblich.
Jubiläen richtig zählen
Das dreißigjährige Bühnenjubiläum 2014 bezieht sich auf die professionelle Solobandphase ab 1984. Es bedeutet nicht, dass sie zuvor nie gesungen oder öffentlich aufgetreten wäre.
Aktuelle Termine 2026
Eine ausreichend verifizierte vollständige Liste bevorstehender Konzerte für November oder Dezember 2026 liegt in den ausgewerteten Quellen nicht vor.
Ältere Ankündigungen zu einer „Gib net auf!“-Tour dürfen deshalb nicht ungeprüft als aktueller Tourkalender ausgegeben werden.
Offizielle Künstlerwebsite · Aktuelle Konzerttermine suchen · Konkrete Veranstalterangebote für 2026 prüfen.
8. Fernsehen, Schauspiel und Unterhaltung
„Tohuwabohu“
Jazz Gitti wirkte in der ORF-Satire- und Sketchserie mit. Diese Arbeit zeigte ihre komische Präsenz auch außerhalb eines üblichen Musikauftritts.
Die New Yorker Auszeichnung
Biografien nennen eine silberne Trophäe in der Kategorie Satire-Serie bei einem New Yorker TV-Festival.
Diese Ehrung steht im Zusammenhang mit der Serienproduktion und ihrer Mitwirkung. Sie sollte nicht ohne zusätzliche Originaldokumentation als eigenständiger persönlicher Schauspielpreis umgedeutet werden.
„Dancing Stars“ 2016
Die Teilnahme machte sie erneut als Unterhaltungspersönlichkeit sichtbar. Sie ist eine eigene Fernsehstation und kein musikalischer Wettbewerbsgewinn.
Theater und Musical
Die Fachbiografien nennen außerdem Mitwirkungen in Musical- und Theaterproduktionen. Eine vollständig belegte Rollenliste liegt in den hier ausgewerteten Quellen nicht vor.
Fernseh- und Bühnenstationen · Material zu „Tohuwabohu“ suchen · „Dancing Stars“-Auftritte suchen.
9. Bücher und Erinnerungen
„Wer sagt, daß des net geht?“
Das Buch erschien 1999 bei Ueberreuter. Bereits der Titel passt zur öffentlichen Haltung einer Künstlerin, die sich nicht leicht auf vorgegebene Rollen festlegen lässt.
„Ich hab gelebt“
Die Erinnerungen erschienen 2014 bei Kremayr & Scheriau. Sie erschließen biografische Erfahrungen aus einer persönlichen Perspektive.
Erinnerung und überprüfbare Chronologie
Autobiografische Bücher sind wichtige Innenansichten. Einzelne Daten und zugespitzte Anekdoten sollten für eine wissenschaftliche oder journalistische Verwendung zusätzlich mit zeitgenössischen Quellen abgeglichen werden.
Bibliografische Angaben · Verlagsinformationen und Rezensionen suchen.
10. Auszeichnungen und Erfolge
Wichtige dokumentierte Ehrungen
- Als Jugendliche: erster Platz beim Gesangswettbewerb „Lulila“.
- Frühe 1990er-Jahre: World Music Award für den damaligen kommerziellen Erfolg.
- 2009: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien.
- Großes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich – in den Quellen mit unterschiedlichen Jahresangaben geführt.
- 10. August 2026: Ehrenplakette des Landes Niederösterreich, laut übereinstimmenden aktuellen Presseberichten.
World Music Award: 1991 oder 1992?
Das Wien Geschichte Wiki und das Musiklexikon nennen 1991. Andere biografische Darstellungen datieren die Überreichung in Monaco auf Mai 1992.
Verkaufsbezugsjahr und Verleihungsjahr könnten dabei eine Rolle spielen; anhand der ausgewerteten Quellen lässt sich dies nicht abschließend klären. Die Auszeichnung selbst ist breit dokumentiert.
Niederösterreichische Ehrung: widersprüchliche Datierung
Das Musiklexikon und weitere Übersichten nennen 2002 für das Große Ehrenzeichen. Das Wien Geschichte Wiki führt eine Übernahme am 4. Juli 2016. Ein Pressebericht von 2026 nennt ebenfalls 2016.
Ohne zusätzliche Originalurkunde oder amtliches Preisregister wird die Abweichung nicht durch eine frei gewählte Jahreszahl verdeckt.
„A Wunda“
Die offizielle Website beschreibt das Debüt als großen Verkaufserfolg mit mehrfachen Platin-Auszeichnungen. Die dortige Zahl von mehr als 190.000 Verkäufen bezieht sich auf den genannten historischen Zeitraum, nicht auf eine unabhängig verifizierte aktuelle Gesamtbilanz.
Wiener Ehrungsdaten · Fachlexikon mit abweichenden Datierungen · NÖN zur Ehrenplakette 2026 · Weiterer Bericht zur aktuellen Ehrung.
11. Kulturelle Bedeutung und Einfluss
Ein ungewöhnlicher Weg durch verschiedene Szenen
Jazzlokal, Drahdiwaberl, eigene Band, Schlagererfolg und Fernsehkomik bilden eine Laufbahn, die sich nicht in einer einzigen Schublade erklären lässt.
Wiener Sprache als öffentliche Persönlichkeit
Der Schmäh ist nicht bloß eine Herkunftsmarkierung. Er bestimmt Ansprache, Timing und die Beziehung zum Publikum.
Selbstbewusste weibliche Präsenz
Jazz Gitti tritt mit einer offensiven, nicht auf Zurückhaltung angelegten Bühnenpersönlichkeit auf. Dieses Auftreten gehört ebenso zur Wirkung wie die gesungenen Titel.
Unterhaltung mit biografischem Hintergrund
Die Jahre in Israel, die Rückkehr als Mutter und der berufliche Neuanfang bilden einen anderen Hintergrund als das Bild einer von Anfang an geradlinigen Showkarriere.
Keine unbelegte Pionierbehauptung
Ihre Eigenständigkeit lässt sich beschreiben, ohne sie pauschal zur alleinigen Erfinderin eines Genres oder Vorbild sämtlicher späterer Entertainerinnen zu erklären.
Grundlagen: Musikalische und berufliche Vielfalt · Biografischer und kulturhistorischer Überblick.
12. Interessante Fakten
- Ihr Künstlername entstand in ihren eigenen Jazzlokalen.
- Vor der professionellen Soloband arbeitete sie als Kellnerin und Wirtin.
- Sie lebte von 1962 bis 1971 in Israel.
- Ihre Tochter Shlomit Butbul wurde ebenfalls Sängerin und Schauspielerin.
- Jazz Gitti trat in den frühen 1980er-Jahren mit Drahdiwaberl auf.
- „Hey du“ brachte sie 1984 in die österreichische Eurovision-Endausscheidung.
- Der große Albumdurchbruch gelang erst 1990.
- Das dreißigjährige Bühnenjubiläum 2014 bezog sich auf die Solobandphase ab 1984.
- Sie veröffentlichte Erinnerungsbücher.
- 2016 nahm sie an „Dancing Stars“ teil.
- Neuere Digitalausgaben sind ausdrücklich als „Re-Recorded 2025“ gekennzeichnet.
- 2026 wurde sie achtzig und erhielt eine weitere niederösterreichische Ehrung.
Offizielle Lebensgeschichte · Neueinspielungen und jüngere Single · Aktuelle Ehrung 2026.
13. Aussagen, Titel und prägende Formulierungen
Keine ungesicherten persönlichen Zitate
Die hier ausgewerteten Quellen enthalten vor allem biografische Darstellungen, Katalogdaten und Würdigungen. Ohne nachvollziehbaren Originalkontext werden keine zugeschriebenen Sprüche als gesicherte Interviewaussagen übernommen.
Prägende Werk- und Buchtitel
- „Kränk di net“
- „Wer sagt, daß des net geht?“
- „Es geht immer bergauf“
- „Ob heit moch i nur wos i wü“
- „Ich hab gelebt“
- „Gib net auf!“
Diese Formulierungen passen zum öffentlichen Künstlerbild, bleiben aber zunächst Werkbezeichnungen. Sie werden nicht automatisch als wörtliche persönliche Aussagen oder allein von ihr verfasste Texte ausgegeben.
Eine aktuelle Fremdwürdigung
Die Berichte zur Ehrenplakette 2026 geben Landeshauptfrau Mikl-Leitners Beschreibung als „echtes Original“ und „große Entertainerin“ wieder. Das ist eine Würdigung durch die Laudatorin, keine Selbstaussage von Jazz Gitti.
14. Medien und Rezeption
Das „Original“ als mediale Kurzform
Der häufig verwendete Begriff beschreibt ihre Wiedererkennbarkeit, kann aber das musikalische Handwerk und die lange berufliche Entwicklung verdecken.
Jazz im Namen, Schlager im Erfolgsbild
Der scheinbare Widerspruch erklärt sich aus der Biografie. Der Name entstand vor dem großen Schlagerdurchbruch und verweist auf ihre tatsächlichen musikalischen Anfänge.
Serienpreis und persönliche Ehrung
Die New Yorker Trophäe im Zusammenhang mit „Tohuwabohu“ wird in Kurzbiografien teils stark personalisiert. Eine genaue Darstellung muss Serienproduktion und individuelle Mitwirkung auseinanderhalten.
Datumsfehler nicht weitertragen
Die divergierenden Angaben zum World Music Award und zum niederösterreichischen Ehrenzeichen zeigen, dass auch häufig wiederholte biografische Daten nicht automatisch widerspruchsfrei sind.
15. TV, Videos, Radio und Konzertaufnahmen
Bekannte Lieder
- „Kränk di net“ suchen
- „A Wunda“ suchen
- „Appetit auf di“ suchen
- „Männertraum“ suchen
- „Gib net auf!“ suchen
- „Rapid, wos war i ohne di“ suchen
Frühe Bandphasen
Konzertaufnahmen
Fernsehen
- Jazz Gitti bei ORF ON suchen
- „Tohuwabohu“-Ausschnitte suchen
- „Dancing Stars“ suchen
- Aktuelle Video-Interviews suchen
Radio und Audioarchive
- Beiträge bei ORF Sound suchen
- Ö1-Beiträge suchen
- Cultural Broadcasting Archive: Sendung über Jazz Gitti
- Audiogespräche auf SoundCloud suchen
Suchlinks garantieren keine vollständigen, kostenlosen oder dauerhaft verfügbaren Mitschnitte. Historische Sendungsseiten können auch dann weiterbestehen, wenn ursprüngliche Dateien nicht mehr abrufbar sind.
16. Aktuelle Informationen und Recherchehinweise
80. Geburtstag und Ehrung 2026
Die aktuell belegte öffentliche Würdigung ist die Ehrenplakette des Landes Niederösterreich vom August 2026. Sie ist von früheren Ehrenzeichen zu unterscheiden.
Neuaufnahmen genau kennzeichnen
„Re-Recorded 2025“ bezeichnet eine neue Einspielung älteren Repertoires. Der Zusatz bedeutet nicht, dass das ursprüngliche Album erstmals 2025 erschienen wäre.
Aktuelle Tourdaten nicht aus alten Albumtexten übernehmen
Ein Veranstaltungstext, der „Gib net auf!“ als neues Album bezeichnet, kann aus einer früheren Tourphase stammen. Datum und Jahr müssen deshalb gesondert geprüft werden.
Geeignete Ausgangspunkte
- Die offizielle Website für Künstlerkontakt und aktuelle Mitteilungen.
- Aktuelle Veranstalterseiten für konkrete Konzerte.
- Streaming- und Labelcredits für neue Aufnahmen.
- Amtliche beziehungsweise nachvollziehbare Pressequellen für Ehrungen.
Offizielle Website · Neue Musik recherchieren · Aktuelle Termine recherchieren.
17. Weblinks, Suchangebote und soziale Medien
Offizielle Informationen und Archive
- Offizielle Jazz-Gitti-Website
- Wien Geschichte Wiki
- Österreichisches Musiklexikon
- Cultural Broadcasting Archive
- Discogs: Veröffentlichungen und Credits
Google, Bilder und Nachrichten
- Jazz Gitti auf Google suchen
- Jazz Gitti bei Google Bilder suchen
- Aktuelle Nachrichten suchen
- Nachrichten der letzten Woche suchen
- Aktuelle Interviews suchen
Musik und Streaming
- YouTube: Musik und Videos suchen
- SoundCloud durchsuchen
- Spotify durchsuchen
- Apple Music: Künstlerinnenprofil
- Originalausgaben von „A Wunda“ recherchieren
Soziale Medien: ausdrücklich als Suchangebote
Die folgenden Links sind Suchabfragen, keine Bestätigung eines bestimmten offiziellen Accounts. Authentische Profile sollten möglichst über die persönliche Website aufgerufen werden.
- Jazz Gitti auf Facebook suchen
- Instagram-Profile und Beiträge suchen
- Jazz Gitti auf TikTok suchen
- Nach offiziellen YouTube-Kanälen suchen
Familie und musikalisches Umfeld
- Shlomit Butbul: Biografie und familiärer Zusammenhang
- Gemeinsame Auftritte suchen
- Drahdiwaberl: frühe Bühnenphase
- Die Discokillers anhand von Credits recherchieren
- Management- und Produktionszusammenhänge recherchieren
Bilder, Videos und Audioaufnahmen aus Suchmaschinen sind nicht automatisch zur Veröffentlichung freigegeben. Bildrechte, Urheberangaben und gegebenenfalls Nutzungsgenehmigungen müssen gesondert geprüft werden.

