STS – drei Stimmen, drei Gitarren und ein prägendes Kapitel österreichischer Musikgeschichte

STS steht für Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz. Das steirische Trio verband mehrstimmigen Gesang, akustische Gitarren und Dialekttexte mit der musikalischen Offenheit von Folk, Pop und Rock. Mit „Fürstenfeld“, „Großvater“, „Irgendwann bleib i dann dort“, „Kalt und kälter“ und „Gö, du bleibst heut Nacht bei mir“ schuf die Gruppe Lieder, die weit über die ursprüngliche Fangemeinde hinaus bekannt wurden.

Hinter den großen Mitsingklassikern steht ein umfangreiches Werk über Erinnerung, Liebe, Fernweh, Heimat, gesellschaftliche Verantwortung und die begrenzte Zeit des eigenen Lebens. STS waren keine Formation mit einem einzelnen Frontmann, sondern drei eigenständige Autoren und Sänger, deren unterschiedliche Handschriften im gemeinsamen Klang zusammenfanden.

Recherche- und Informationsstand: 4. November 2026. Das historische Trio, seine Begleitmusiker, spätere Soloaktivitäten und heutige Tributeprojekte werden ausdrücklich voneinander unterschieden.

1. Einleitung und Überblick

Der Name STS setzt sich aus den Nachnamen Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz zusammen. Schiffkowitz ist der Künstlername von Helmut Röhrling. Die Schreibweisen „STS“ und „S.T.S.“ bezeichnen dieselbe Formation.

Die gemeinsame Geschichte begann mit ersten Auftritten 1975. Als eigentliche professionelle Gründung gilt 1978. Diese Unterscheidung erklärt, weshalb in Archiven gelegentlich unterschiedliche Anfangsjahre auftauchen.

Steckbrief

  • Bandname: STS beziehungsweise S.T.S.
  • Namensbedeutung: Steinbäcker – Timischl – Schiffkowitz
  • Herkunft: Steiermark, insbesondere Graz und Fürstenfeld
  • Erste gemeinsame Auftritte: 1975
  • Professionelle Gründung: 1978
  • Kernbesetzung: Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz
  • Musikalische Grundlage: drei Stimmen und akustische Gitarren, später durch eine Begleitband erweitert
  • Debütalbum: „Gegenlicht“, 1981
  • Durchbruch: „Überdosis G’fühl“ und „Fürstenfeld“, 1984
  • Letztes reguläres Studioalbum: „Neuer Morgen“, 2007
  • Bekanntgabe des gemeinsamen Bühnenabschieds: Juli 2014
  • Besondere spätere Ausnahme: gemeinsamer Gastauftritt beim Opus-Abschied 2021

Grundlagen: Rockarchiv Steiermark am Universalmuseum Joanneum · Bandgeschichte und Werkübersicht.

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2. Bandgeschichte, Gründungsjahr und Herkunft

Drei Musiker mit eigener Vorgeschichte

Vor STS hatten alle drei Mitglieder bereits in anderen Formationen gespielt. Das Rockarchiv nennt für Steinbäcker unter anderem Mephisto und Mashuun, für Timischl unter anderem Atlantis, Time und Magic, für Schiffkowitz The Dirtles und Music Machine.

Als das Trio zusammenfand, trafen daher keine musikalischen Anfänger aufeinander, sondern Musiker mit unterschiedlichen Band- und Bühnenerfahrungen.

1975/1976: erste gemeinsame Versuche

Ein erster gemeinsamer Auftritt fand 1975 im Grazer Forum Stadtpark im Rahmen einer Veranstaltung junger Dichter statt. Am 4. Dezember folgte ein Konzert bei den Minoriten unter dem Programmtitel „Lieder“.

Nach einer kleinen Steiermarktournee trennten sich die Wege vorübergehend wieder. Im April 1976 gab das Trio im Forum Stadtpark ein vermeintliches Abschiedskonzert.

1978: die professionelle Gründung

1978 beschlossen Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz, das Projekt professionell weiterzuführen. Das Rockarchiv nennt den 16. Dezember 1978 im Schloss Freiberg bei Gleisdorf als erstes Konzert dieser neuen Phase.

Eine kleine Weihnachtstournee führte unter anderem nach Graz und Fürstenfeld. Die regionale Verwurzelung blieb für die Gruppe auch später ein wichtiger Bezugspunkt.

Englischsprachige Anfänge und der Weg zum Dialekt

Die erste Single „Matter of Sex“ erschien 1979. Das frühe Repertoire war teilweise englischsprachig. Nach und nach wurde die steirisch gefärbte Alltagssprache zur entscheidenden Ausdrucksform.

„Da kummt die Sunn“ übertrug George Harrisons „Here Comes the Sun“ in eine österreichische Sprachwelt. Schon daran zeigt sich das Prinzip, internationale musikalische Einflüsse nicht bloß zu kopieren, sondern in eine eigene Ausdrucksweise zu verwandeln.

1981: „Gegenlicht“

Das Debütalbum „Gegenlicht“ erschien 1981 bei Ariola. Nach Angaben des Rockarchivs wurden zunächst etwa 2.000 Exemplare verkauft. Es war ein Achtungserfolg, aber noch nicht der große wirtschaftliche Durchbruch.

Die frühen Jahre waren von kleinen Auftritten, Nebenarbeiten und Zweifeln an der Zukunft des Trios geprägt. Dass STS später große Hallen füllen würden, war zu diesem Zeitpunkt keineswegs selbstverständlich.

1984: „Fürstenfeld“ verändert die Karriere

Mit dem zweiten Album „Überdosis G’fühl“ gelang 1984 der Durchbruch. Der unerwartet große Erfolg von „Fürstenfeld“ machte STS weit über die steirische Szene hinaus bekannt.

Die musikalische Grundlage des Liedes stammt von Josef Jandrisits. Schiffkowitz entwickelte die bekannte deutschsprachige Fassung; das Rockarchiv nennt Jandrisits und Schiffkowitz für die Musik sowie Schiffkowitz für den Text.

1985 bis 1988: der Erfolg wird gefestigt

„Grenzenlos“ folgte 1985 und wurde eines der bedeutendsten Alben der Gruppe. „Augenblicke“ setzte die Entwicklung 1987 fort. Das Live-Doppelalbum „Auf Tour“ dokumentierte 1988 die gewachsene Bühnenpräsenz.

Die 1990er-Jahre

Mit „Jeder Tag zählt“, „Auf a Wort“, „Zeit“ und „Volle Kraft“ entwickelte sich das Repertoire kontinuierlich weiter. Die Gruppe etablierte einen Arbeitsrhythmus aus neuen Aufnahmen, Tourneen und bewussten Pausen.

1993 entstand mit „Rosegger“ ein besonderes Projekt: STS vertonten Texte von Peter Rosegger. Christian Kolonovits war an der Veröffentlichung beteiligt.

Die 2000er-Jahre und die letzte Studioarbeit

„Herzverbunden“ erschien 2003, „Neuer Morgen“ 2007. Parallel blieb die Gruppe eine erfolgreiche Konzertformation. 2011 folgte die Zusammenstellung „Das Beste aus über 30 Jahren Bandgeschichte“.

2014: Ende der regulären gemeinsamen Bühnenarbeit

Im Juli 2014 wurde bekanntgegeben, dass STS nicht mehr gemeinsam auftreten würden. Als Grund wurden gesundheitliche Probleme von Günter Timischl genannt, die das Gitarrenspiel bei längeren Konzerten verhinderten.

Ein gemeinsamer Gastauftritt beim Opus-Abschied 2021 blieb eine besondere Ausnahme und wurde nicht als reguläres Comeback verstanden.

Vertiefung: Ausführliche frühe Bandgeschichte · Rückblick aus dem langjährigen Management- und Verlagsumfeld · Chronologischer Überblick.

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3. Mitglieder und künstlerische Persönlichkeiten

Mitglied Funktion im Trio Künstlerische Besonderheit
Gert Steinbäcker Gesang, Gitarre und Songwriting Eine der drei eigenständigen Autorenstimmen; mit „Großvater“ besonders stark im kollektiven Gedächtnis vertreten.
Günter Timischl Gesang, Gitarre und Songwriting Prägende Stimme des harmonischen Gesamtklangs; seine Verbindung zu Fürstenfeld wurde Teil der Entstehungsgeschichte des gleichnamigen Hits.
Schiffkowitz Gesang, Gitarre und Songwriting Bürgerlich Helmut Röhrling; wichtiger Textautor, unter anderem der bekannten „Fürstenfeld“-Fassung.

Kein einzelner Frontmann

Die drei Musiker waren gleichberechtigte künstlerische Persönlichkeiten. Häufig übernahm der jeweilige Autor die Solostimme seines Liedes, während die anderen Stimmen den gemeinsamen Klang ergänzten.

Eigenständigkeit im gemeinsamen Projekt

Die Darstellung der Edition Scheibmaier betont, dass die drei ihre Lieder grundsätzlich einzeln schrieben. Gemeinschaft entstand damit nicht zwingend am gemeinsamen Schreibtisch, sondern durch Auswahl, Arrangement und Aufführung.

Diese Arbeitsweise erklärt, weshalb das Repertoire unterschiedliche Temperamente und Perspektiven enthält, ohne den charakteristischen STS-Klang zu verlieren.

Arbeitsweise und künstlerische Eigenständigkeit · Mitglieder und musikalische Vorgeschichte.

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4. Musikstil und Einflüsse

Mehrstimmiger Gesang als Markenzeichen

Der harmonische Dreigesang gehört zu den unmittelbar erkennbaren Merkmalen von STS. Einzelne Stimmen bleiben unterscheidbar, verbinden sich aber in Refrains und gemeinsamen Passagen zu einer eigenen Klangfarbe.

Akustische Gitarren und Folk-Rock

Drei Gitarren bildeten den Ausgangspunkt. Die Verbindung aus Saiteninstrumenten, Mehrstimmigkeit und persönlichem Songwriting lässt Einflüsse amerikanischer Folk-Rock-Gruppen wie Crosby, Stills, Nash and Young erkennen.

Dialekt ohne musikalische Abschottung

STS verbanden steirisch gefärbte Sprache mit international vertrauten Formen. Die lokale Herkunft wurde nicht durch Verzicht auf fremde Einflüsse betont, sondern durch eine eigenständige sprachliche Aneignung.

Die Erweiterung zur Band

Keyboards, Akkordeon, Bass, Schlagzeug und später zusätzliche Blasinstrumente erweiterten die musikalischen Möglichkeiten. So konnten die Konzerte zwischen reduzierten Liedpassagen und druckvolleren Rockarrangements wechseln.

Zurückhaltung als ästhetisches Prinzip

Die Verlagsdarstellung betont den Verzicht auf überflüssige Bühneneffekte. Im Zentrum standen Lieder, Stimmen und Zusammenspiel. Diese Einordnung stammt aus dem Künstlerumfeld, beschreibt aber einen wesentlichen Teil des öffentlichen Bandbildes.

Stilistische Einordnung · Konzept von Klang und Bühnenpräsentation.

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5. Texte und Themen

Heimat und Entfernung

„Fürstenfeld“ gehört zu den bekanntesten österreichischen Liedern über die Sehnsucht nach einem vertrauten Ort. Die Entstehung war allerdings auch von Ironie geprägt: Die Fassung spielte auf Günter Timischls starke Heimatverbundenheit an.

Das Lied ist daher zugleich persönliche Geschichte, Parodie und Projektionsfläche für ein sehr viel größeres Publikum.

Fernweh und Ausstieg

„Irgendwann bleib i dann dort“ bildet dazu einen Gegenpol: Nicht die Rückkehr nach Hause, sondern das Bleiben an einem anderen Ort wird zur Sehnsuchtsvorstellung.

Zwischen beiden Liedern zeigt sich ein charakteristisches Spannungsfeld: Menschen wünschen sich Zugehörigkeit und zugleich Abstand vom gewohnten Leben.

Erinnerung und generationenübergreifende Nähe

„Großvater“ verbindet persönliche Erinnerung mit einer emotional leicht zugänglichen Familienbeziehung. Gerade die konkrete Figur macht das Lied für Hörerinnen und Hörer mit ganz unterschiedlichen eigenen Erfahrungen anschlussfähig.

Liebe und Beziehungen

„Gö, du bleibst heut Nacht bei mir“ und „Wunder meiner Seligkeit“ stehen für eine weitere Seite des Repertoires: Nähe, Verletzlichkeit und Zuneigung werden in einer vertrauten Sprache erzählt.

Gesellschaftliche Verantwortung

STS waren nicht ausschließlich eine Band für Fernweh und private Gefühle. „Das neue Vaterland“ sowie die aufeinanderfolgenden Stücke „Wo sind all die Menschen hin“ und „Und es ist so schön da“ befassen sich mit Rechtsextremismus, Verfolgung und der Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen.

Literatur als Liedmaterial

„Rosegger“ eröffnet einen anderen Zugang: Bereits vorhandene literarische Texte wurden musikalisch gestaltet. Dabei bleibt Peter Rosegger als Textautor von den vertonenden und interpretierenden Musikern zu unterscheiden.

Werkhintergründe und gesellschaftliche Themen · Texte und Hintergründe zu „Auf a Wort“ suchen.

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6. Diskografie und Werke im Überblick

Studioalben und das Rosegger-Projekt

Jahr Album Einordnung
1981 Gegenlicht Debütalbum; dokumentiert die frühe musikalische Identität.
1984 Überdosis G’fühl Durchbruchsalbum mit „Fürstenfeld“.
1985 Grenzenlos Mit „Kalt und kälter“ und „Irgendwann bleib i dann dort“; eines der kommerziell bedeutendsten Alben.
1987 Augenblicke Festigung des Erfolgs und Erweiterung des Repertoires.
1990 Jeder Tag zählt Mit dem Titelstück und „Drago“.
1992 Auf a Wort Album mit besonders deutlichen gesellschaftspolitischen Akzenten.
1993 Rosegger Vertonungen von Peter-Rosegger-Texten; mit Christian Kolonovits.
1995 Zeit Studioalbum aus einer besonders erfolgreichen Konzertphase.
1998 Volle Kraft Album am Ende der 1990er-Jahre.
2003 Herzverbunden Späte Studioveröffentlichung mit anschließender Konzertphase.
2007 Neuer Morgen Letztes reguläres Studioalbum; mit „Ende nie“.

Wichtige Liveveröffentlichungen

  • 1988: „Auf Tour“ – Live-Doppelalbum.
  • 2000: „STS & Band Live“ – in Archiven auch kurz als „Live“ geführt.
  • 2006: „Herzverbunden“ – DVD-Veröffentlichung; vom gleichnamigen Studioalbum von 2003 zu unterscheiden.

Ausgewählte Zusammenstellungen

  • „Gö, du bleibst…“
  • „Glanzlichter“
  • 1996: „Die größten Hits aus 15 Jahren“
  • Verschiedene „Best Of“-Ausgaben
  • 2011: „Das Beste aus über 30 Jahren Bandgeschichte“

Singles und bekannte Lieder

  • „Matter of Sex“
  • „Da kummt die Sunn“
  • „Automaten-Karl“
  • „Fürstenfeld“
  • „Überdosis G’fühl“
  • „Irgendwann bleib i dann dort“
  • „Gö, du bleibst heut Nacht bei mir“
  • „Großvater“
  • „Kalt und kälter“
  • „Mach die Aug’n zu“
  • „Jeder Tag zählt“
  • „Wohin die Reise“
  • „Zeig mir dein’ Himmel“
  • „Ende nie“

Diskografischer Hinweis: Veröffentlichungsjahr, Singleauskopplung und späterer Charteinstieg sind unterschiedliche Angaben. Besonders bei „Irgendwann bleib i dann dort“ unterscheiden sich verkürzte Chronologien in der Datierung der frühen Veröffentlichung. Die spätere breite Bekanntheit ist von der Entstehung des Liedes zu trennen.

Ein sinnvoller Einstieg

  1. „Überdosis G’fühl“ – der Durchbruch im Albumzusammenhang.
  2. „Grenzenlos“ – die Verbindung von Fernweh, Beziehung und gesellschaftlicher Beobachtung.
  3. „Auf Tour“ – der frühe große Liveklang.
  4. „Auf a Wort“ – die politisch und gesellschaftlich deutliche Seite.
  5. „Rosegger“ – die literarische Sonderproduktion.
  6. „Zeit“ – der ausgereifte Bandsound der 1990er-Jahre.
  7. „Herzverbunden“ – die späte Studio- und Konzertphase.
  8. „Neuer Morgen“ – das letzte reguläre Studioalbum.

Werkrecherche: Diskografie mit historischen Tonträgern · SR-Archiv österreichischer Popularmusik · Discogs: Ausgaben und Credits.

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7. Begleitband, Studiomusiker und Produktion

Das Trio und die größere Konzertbesetzung

Die Kernbesetzung blieb Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz. Für Aufnahmen und Konzerte kamen weitere Musiker hinzu. Diese dürfen nicht mit einer Veränderung des namensgebenden Trios verwechselt werden.

Musiker Instrumente Einordnung
Ewald Beit Keyboards und Akkordeon Langjähriger musikalischer Begleiter.
Gerd beziehungsweise Gerhard Wennemuth Schlagzeug und Percussion Prägender Musiker der erweiterten Liveband.
Erich Buchebner Bass Studio- und Livearbeit in mehreren Phasen.
Wolfram Abt Bass Langjähriger Bassist bis zu seinem Tod 2008.
Mischa Krausz Bass Übernahm nach Abts Tod für die Sommertournee 2008.
Franz Zettl Blasinstrumente und Keyboards Erweiterung des Liveklangs ab den 2000er-Jahren.
Peter Szammer Schlagzeug und Percussion Wichtiger Studiomusiker der frühen Alben.
Erich Reinberger Bass Frühe Studioarbeit im Umfeld des Trios.

Besetzungshinweis: Die Quellen unterscheiden sich bei einzelnen Eintrittsjahren. Häufig werden frühe Studioeinsätze und spätere regelmäßige Livearbeit nicht gleich abgegrenzt. Deshalb nennt diese Übersicht überwiegend Funktionen statt vermeintlich lückenloser Mitgliedszeiträume.

Peter Müller

Produzent Peter Müller prägte die erfolgreiche Mitte der 1980er-Jahre. Die Credits von „Grenzenlos“ nennen ihn für Produktion, Aufnahme und Mischung.

Christian Kolonovits

Kolonovits war an Produktionen der frühen 1990er-Jahre beteiligt und ist besonders mit dem Rosegger-Projekt verbunden.

Karl Scheibmaier

Scheibmaier begleitete die Karriere über Jahrzehnte als Manager. Auf der Verlagswebsite schildert er den Beginn dieser Zusammenarbeit als Vereinbarung per Handschlag im Jahr 1982. Das ist seine persönliche Rückschau.

Begleitmusiker im Rockarchiv · Produktionscredits von „Grenzenlos“ · Scheibmaiers Erinnerungen an die Zusammenarbeit.

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8. Live-Auftritte, Tourneen und Bühnenabschied

Vom kleinen Auftritt in die großen Hallen

Die frühen steirischen Auftritte entwickelten sich nach 1984 zu umfangreichen Konzertreisen. Österreich und der süddeutsche Raum wurden zu besonders wichtigen Konzertgebieten.

Eine große Tournee 2011

Unter dem Titel „Die letzte große Tournee“ wurde 2011 eine umfangreiche Konzertserie angekündigt. Die zeitgenössische Veranstaltermitteilung nennt unter anderem Wels, Bregenz, Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und Oberwart.

In Deutschland standen unter anderem München, Regensburg, Passau, Ulm, Bamberg, Kempten und Stuttgart auf dem Programm.

München und Graz als Beispiele für die Nachfrage

Der Olympiapark München dokumentiert für den 28. und 29. Oktober 2011 zwei Konzerte mit jeweils mehr als 10.000 verkauften Eintrittskarten.

Die Pressemitteilung zur Tournee nennt außerdem drei Termine in der Grazer Stadthalle. Die Angaben stammen aus dem jeweiligen Veranstaltungsumfeld und beziehen sich auf diese konkrete Tournee.

Letzte große Tournee und endgültiger Bühnenabschied

Die Ankündigung von 2011 erklärte ausdrücklich, dass das Ende großer Tourneen nicht automatisch das Ende der Karriere bedeute. Spätere Darstellungen nennen 2012 als Schlussphase der Tourneetätigkeit.

Erst im Juli 2014 wurde bekanntgegeben, dass es keine regulären gemeinsamen Auftritte mehr geben werde. Diese beiden Schritte sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Die besondere Ausnahme 2021

Beim Abschied von Opus standen die drei noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Der Gastauftritt wurde ausdrücklich nicht als Wiederaufnahme einer regelmäßigen STS-Konzerttätigkeit verstanden.

Historische Veranstalterseite zur Tournee 2011 · Zeitgenössische Tourneeankündigung mit Spielorten · Bühnenabschied und späterer Opus-Gastauftritt.

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9. Auszeichnungen und Erfolge

Nummer-eins-Alben in Österreich

Zu den österreichischen Nummer-eins-Alben der Gruppe gehören:

  • „Überdosis G’fühl“
  • „Grenzenlos“
  • „Augenblicke“
  • „Zeit“
  • „Herzverbunden“
  • „Neuer Morgen“

Gold- und Platinauszeichnungen

Zahlreiche Alben erhielten Gold- und Platinauszeichnungen. Die zusammenfassenden Gesamtzahlen unterscheiden sich je nach Quelle und Erfassungszeitpunkt. Das Rockarchiv nennt ausdrücklich einen Stand bis 2009, spätere Übersichten enthalten teilweise weitere Zertifizierungen.

Deshalb wird hier keine scheinbar zeitlose Gesamtzahl aller Gold- und Platinauszeichnungen angegeben.

Goldenes Ehrenzeichen der Republik

2012 erhielten Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Die Ehrung würdigte die drei Musiker persönlich im Zusammenhang mit ihrer gemeinsamen kulturellen Leistung.

Publikumsbindung als langfristiger Erfolg

Neben Chartpositionen ist die langjährige Nachfrage nach Konzerten ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte. Die dokumentierten großen Tourneen zeigen, dass STS weit über einen einzelnen Hit hinaus ein treues Publikum aufgebaut hatten.

Chartpositionen und staatliche Ehrung · Historischer Stand der Tonträgerauszeichnungen.

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10. Kulturelle Bedeutung und Einfluss

Steirische Herkunft als selbstverständlicher Ausdruck

STS machten die Steiermark nicht nur zum Thema, sondern auch sprachlich hörbar. Ihr Erfolg zeigt, dass regionale Färbung die Reichweite von Popmusik nicht zwangsläufig begrenzt.

Heimat ohne einfache Eindeutigkeit

Die Popularität von „Fürstenfeld“ hat das öffentliche Bild stark geprägt. Das Gesamtwerk verbindet Heimat jedoch mit Fernweh, Kritik und gesellschaftlicher Verantwortung. Es ist deshalb nicht auf eine ungebrochene Heimatverklärung zu reduzieren.

Drei Autoren in einer Formation

Das Modell dreier eigenständiger Songwriter innerhalb eines beständigen Trios gehört zu den Besonderheiten der Gruppe. Verschiedene Stimmen konnten nebeneinander bestehen, ohne dass ein einzelner Frontmann alles zusammenhalten musste.

Ein generationsübergreifendes Repertoire

Familienfeiern, Konzerte, Radiosendungen und Tributeprogramme halten die bekannten Lieder in unterschiedlichen Zusammenhängen präsent. Nicht jede heutige Aufführung bildet das gesamte Werk ab; die anhaltende Nutzung zeigt aber dessen kulturelle Anschlussfähigkeit.

Grundlage: Arbeitsweise und langfristige Publikumsbindung · Regionale und musikgeschichtliche Entwicklung.

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11. Interessante Fakten

  • Die ersten gemeinsamen Auftritte fanden bereits 1975 statt.
  • Als professionelle Gründung gilt 1978.
  • Schiffkowitz heißt bürgerlich Helmut Röhrling.
  • Die erste Single war englischsprachig.
  • „Da kummt die Sunn“ basiert auf „Here Comes the Sun“.
  • „Fürstenfeld“ geht musikalisch auf ein Lied von Josef Jandrisits zurück.
  • Die bekannte Fassung spielte ursprünglich auch ironisch auf Günter Timischls Heimatverbundenheit an.
  • Das erste Album war zunächst nur ein bescheidener Verkaufserfolg.
  • STS vertonten Texte von Peter Rosegger.
  • Die drei schrieben ihre Lieder nach der Verlagsdarstellung überwiegend jeweils selbstständig.
  • 2011 spielte die Gruppe zwei große Konzerte in der Münchner Olympiahalle.
  • Der Bühnenabschied wurde 2014 bekanntgegeben.
  • 2021 gab es einen besonderen gemeinsamen Gastauftritt beim Opus-Abschied.

Historische Details und Entstehungsgeschichte · Münchner Konzertdokumentation · Spätere Karrieregeschichte.

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12. Aussagen, Titel und prägende Formulierungen

STS werden viele kurze Formulierungen aus ihren Liedern zugeordnet. Für persönliche Zitate ist jedoch zwischen Songtext, Titel und tatsächlicher Interviewaussage zu unterscheiden.

Prägende Werk- und Songtitel

  • „Irgendwann bleib i dann dort“
  • „Jeder Tag zählt“
  • „Auf a Wort“
  • „Kalt und kälter“
  • „Überdosis G’fühl“
  • „Herzverbunden“
  • „Neuer Morgen“

Diese Titel sind keine unabhängig belegten Lebensmottos aller drei Mitglieder. Sie eröffnen vielmehr unterschiedliche Zugänge zum Werk.

Dokumentierte Originalgespräche

Das Rockarchiv bietet Ausschnitte aus Gesprächen mit allen drei Musikern:

  • Günter Timischl – Fürstenfeld, 5. April 2008.
  • Schiffkowitz – Graz, 2. Dezember 2008.
  • Gert Steinbäcker – Graz, 19. Februar 2009.

Diese Aufnahmen sind für eine vertiefte Beschäftigung besonders wertvoll, weil die Musiker selbst ihre Geschichte und Arbeitsweise erläutern.

Originalinterviews und O-Töne im Rockarchiv · Weitere Video-Interviews suchen.

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13. Medien und Rezeption

Der übermächtige Hit

„Fürstenfeld“ wurde so populär, dass das Lied die Wahrnehmung des gesamten Trios teilweise überlagert. Ein ausführliches Porträt muss deshalb auch politischere, ruhigere und weniger bekannte Stücke berücksichtigen.

Publikumserfolg und begrenzte Medienpräsenz

Die Verlagsdarstellung hebt hervor, dass STS ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushielten und bewusst Pausen einlegten. Diese Erzählung stammt aus dem langjährigen beruflichen Umfeld der Gruppe.

Sie erklärt zugleich einen wichtigen Unterschied: Eine Band kann live außerordentlich erfolgreich sein, ohne ständig mit privaten Geschichten in den Medien präsent zu sein.

Gesellschaftspolitische Lieder und Radioprogramme

Um „Ende nie“ gab es 2007 eine Debatte über die Eignung für das Radio. Der Fall zeigt die Spannung zwischen einem inhaltlich zugespitzten Lied und dem gewünschten Ton eines Unterhaltungsprogramms.

Quellen mit unterschiedlichem Zweck

Das Rockarchiv dokumentiert Bandgeschichte, Interviews und historische Objekte. Veranstaltertexte belegen konkrete Konzerte und Ankündigungen. Verlagsdarstellungen vermitteln die Sicht aus dem Künstlerumfeld. Diese Quellenarten sollten nicht als identisch behandelt werden.

Die Debatte um „Ende nie“ recherchieren · Konzertkritiken suchen · Albumrezensionen suchen.

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14. TV, Videos, Radio und Konzertaufnahmen

Archivinterviews und historische Bilder

Das Rockarchiv Steiermark bietet neben Interviewausschnitten eine umfangreiche Bildergalerie. Dokumentiert sind unter anderem frühe Auftritte, ein Konzert auf dem Grazer Hauptplatz 1985 und die DDR-Tour von 1987.

Offizielle Liveveröffentlichungen

  • „Auf Tour“ – Live-Doppelalbum von 1988.
  • „STS & Band Live“ – Liveveröffentlichung von 2000.
  • „Herzverbunden“ – DVD von 2006.

Diese Veröffentlichungen sind von einzelnen Fanvideos oder späteren Fernsehausschnitten zu unterscheiden.

YouTube: einzelne Lieder

Konzertaufnahmen und besondere Auftritte

TV-Porträts und Gespräche

Radio und Audioarchive

Suchlinks garantieren keine vollständigen, kostenlosen oder dauerhaft verfügbaren Mitschnitte. Herkunft und Rechte gefundener Inhalte müssen gesondert geprüft werden.

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15. Heutiger Status und aktuelle Informationen

Kein regulärer aktueller Tourbetrieb des historischen Trios

Für das ursprüngliche Trio ist der Bühnenabschied von 2014 der entscheidende Status. Der Gastauftritt von 2021 war keine reguläre Wiederaufnahme der gemeinsamen Konzerttätigkeit.

Soloaktivitäten getrennt recherchieren

Ein Konzert von Gert Steinbäcker oder Schiffkowitz ist nicht automatisch ein STS-Konzert. Dasselbe gilt für Interviews, Soloalben und gemeinsame Auftritte mit anderen Musikern.

Tributeprogramme deutlich kennzeichnen

Heutige Angebote wie „Best of STS“ oder Programme mit dem Titel „Auf a Wort“ können von anderen Formationen stammen. Der Titel allein belegt keine Beteiligung von Steinbäcker, Timischl oder Schiffkowitz.

Neuauflagen sind keine neuen Studioalben

Wiederveröffentlichungen, Jubiläumsausgaben und Sampler können neu erscheinen, obwohl die enthaltenen Aufnahmen Jahrzehnte alt sind. Für aktuelle Musiknachrichten müssen diese Ebenen auseinandergehalten werden.

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16. Weblinks, Suchangebote und soziale Medien

Archive und vertiefende Informationen

Google, Bilder und Nachrichten

Musik und Streaming

Soziale Medien: ausdrücklich als Suchangebote

Die folgenden Links bestätigen keinen offiziellen Bandaccount. Seiten mit STS-Inhalten können von Rechteinhabern, Veranstaltern oder Fans geführt werden. Auch Tributegruppen verwenden ähnliche Suchbegriffe.

Die drei Musiker einzeln weiter erkunden

Musiker Informationen Bilder Videos und Interviews
Gert Steinbäcker Google-Suche Bildersuche YouTube-Suche
Günter Timischl Google-Suche Bildersuche YouTube-Suche
Schiffkowitz Google-Suche Bildersuche YouTube-Suche

Musikalische Weggefährten

Suchmaschinenbilder, Videos und Audioaufnahmen sind nicht automatisch zur Veröffentlichung freigegeben. Für eine Weiterverwendung müssen Bildrechte, Urheberangaben und gegebenenfalls Nutzungsgenehmigungen gesondert geprüft werden.

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Redaktioneller Hinweis: Dieses Porträt unterscheidet zwischen den ersten gemeinsamen Auftritten 1975, der professionellen Gründung 1978, dem Ende großer Tourneen und dem Bühnenabschied 2014. Historische Gastauftritte und heutige Tributeprojekte werden nicht als reguläre Fortsetzung der Band ausgegeben.

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